Zöliakie
Die nachfolgenden Antworten auf häufige Fragen zur Zöliakie wurden von Elodie Humair im Rahmen ihrer Ausbldung zur Fachfrau Apotheke im Jahr 2026 recherchiert und publiziert.
Selbst seit frühester Kindheit von Zöliakie betroffen, weiss Elodie genau, mit welchen Schwierigkeiten Zöliakie-Betroffene vor allem zu Beginn kämpfen und möchte sie mit ihrem Guide neu diagnostizierten Zöliakie-Betroffenen eine "Start-Hilfe" und erste Orientierung in ein Leben ohne Gluten geben.
Ich danke Elodie für die Bereitschaft ihre Erfahrungen und ihre Arbeit zu teilen.
Sarah Schneeberger
Verfasser: Elodie Humair
- Was ist Zöliakie und was ist überhaupt Gluten?
Laut dem Careum ist Zöliakie eine Autoimmunerkrankung, welche durch eine Überempfindlichkeit gegenüber Gluten ausgelöst wird. Gluten ist das Klebereiweiss, welches sich in verschieden Getreidearten wie zum Beispiel Weizen, Roggen, Dinkel befindet. Wenn eine Person, welche unter Zöliakie leidet, weiterhin glutenhaltige Nahrung isst, kommt es zu einer chronisch-entzündlichen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut. Dies hat zu Folge, dass sich vor allem die Dünndarmzotten verändern. Das wiederum kann zu Resorptionsstörungen bis hin zu Mangelzustände führen.
- Ist Zöliakie eine Unverträglichkeit?
Viele Menschen denken, dass Zöliakie eine Glutenunverträglichkeit ist. Oft wird Zöliakie so interpretiert, als wäre es «nur» eine Unverträglichkeit auf glutenhaltige Nahrungsmittel. Die Leute wissen oft nicht, dass es einen Unterschied gibt zwischen einer Zöliakie und einer Glutenunverträglichkeit. Die Pathologie «Glutenunverträglichkeit» gibt es tatsächlich. Es gibt allerdings verschiedene Bezeichnungen; Glutenintoleranz ist eine davon.
Zur Abgrenzung von Zöliakie und der «Unverträglichkeit» wird auch häufig der Begriff Nicht- Zöliakie-Gluten Sensitivität (NCGS) verwendet. Laut Sanitas spricht man von einer Glutenintoleranz, wenn die betroffenen Menschen zwar auch Beschwerden wie Blähungen, Durchfall etc. nach dem Verzehr von glutenhaltigen
Produkten haben, aber es keine Autoimmunerkrankung ist. Einige Leute, welche unter NCGS
leiden, vertragen eine kleine Menge Gluten.
Unserer Meinung nach ist der Begriff «Unverträglichkeit» viel zu allgemein. Viele Menschen denken, wenn sie den Begriff Unverträglichkeit hören, an eine Laktoseunverträglichkeit oder an eine allgemeine Lebensmittelunverträglichkeit. Jedoch wenn man die Laktoseintoleranz und die Zöliakie miteinander vergleicht, gibt es einen grossen Unterschied. Bei der Laktoseintoleranz gibt es die Möglichkeit, ein Medikament einzunehmen, wenn man weiss, dass man Laktose zu sich nehmen wird. Bei einer Laktoseintoleranz hat man zu wenig Laktase im Körper, ein Enzym, welches die Laktose spaltet und für den Körper verdaulich macht. Die
Zöliakie ist viel komplexer, denn es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, welche schwerwiegende Folgen haben kann.
- Wie wird Zöliakie diagnostiziert und in welchem Alter wird sie meistens diagnostiziert?
Zöliakie ist familiär bedingt, also somit vererbbar. Wenn jemand in der Familie betroffen ist, wird oft auch der Rest der Familie getestet. Es kommt häufig vor, dass man zu einem späteren Zeitpunkt diagnostiziert wird. Die Diagnose erfolgt mit Hilfe einer Blutentnahme. Im Blut werden laut AHA.ch die Gewebetransglutaminase-IgA-Antikörper sowie die Endomysium-IgA Antikörper und das Gesamt Immunglobulin A untersucht. Jedoch muss man öfters eine Magenspiegelung machen, um den inneren Zustand des Dünndarms zu überwachen. Dabei werden Gewebeproben entnommen um mögliche Veränderungen wie den Abbau von Dünndarm- zotten festzustellen.
- Gibt es eine Behandlung gegen die Zöliakie?
Aktuell gibt es keine Therapie. Die Betroffenen müssen lebenslang auf glutenhaltige Nahrungsmittel verzichten. Strikt zu meiden sind unter anderem Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Kamut, Grünkern, Emmer, Triticale, Einkorn und alle daraus hergestellten Lebensmittel (z.B. Brot, Gebäck, Teigwaren, Mehlsaucen, etc.).
Es gibt glutenfreien Hafer, das heisst, er ist nicht mit Weizen, Roggen, Gerste oder Dinkel verunreinigt und darf deshalb von den meisten Betroffenen in kleinen Mengen gegessen werden. Jedoch gibt es Betroffene, welche den glutenfreie Hafer auch nicht vertragen und die Blutwerte können in manchen Fällen positiv sein, obwohl eine strikte Glutenfreie Diät eingehalten wurde. Am Anfang ist es für Betroffene oft sehr schwierig alles im Griff zu haben und alles auswendig zu können. Besonders in der Anfangszeit wissen sie nicht, was man essen darf und was nicht. Eine hilfreiche Möglichkeit könnte ein/e ErnährungsberaterIn sein. Somit werden den Betroffenen alle hilfreichen Informationen mit auf den Weg gegeben.
- Ist ein Medikament gegen Zöliakie in Sicht?
Aktuell gibt es weltweit verschiedene Forschungen, um ein Medikament gegen Zöliakie zu entwickeln. Wir haben eine dieser Forschungen näher angeschaut und dazu viel recherchiert. Seit 2011 forschte Univ.-Prof. Dr. Dr. Detlef Schupann, Direktor des Instituts für Translationale Immunologie der Universitätsmedizin Mainz, mit seinem Team in Zusammenarbeit mit Zedira, Darmstadt und Falk Pharma, Freiburg, an einem medikamentösen Wirkstoff zur Behandlung der Zöliakie. Das Medikament, an welchem sie schon seit 2011 forschen, lautet "Transglutaminase 2 Inhibitor ZED1227".
Der Wirkmechanismus von diesem Medikament ist folgender: Dieses Arzneimittel soll das Enzym Transglutaminase 2 blockieren und somit wird verhindert, dass das veränderte Gluten das Immunsystem aktiviert. Somit wird bei den Betroffenen die Entzündung in der Darmschleimhaut und die gesamte immunologische Reaktion gehemmt. Dieses Medikament soll / wird aber keinesfalls eine Glutenfreie Diät ersetzen, sondern die Betroffene vor Symptomen wie zum Beispiel einer Schädigung des Darms oder Durchfall schützen. Es soll vor allem einen Alltag mit weniger Sorgen gewährleisten. PatientInnen sollen sorgenlos auswärts essen können, ohne Angst haben zu müssen, Symptome aufgrund einer ungewollten Kontamination zu erleiden. Dieses Medikament sollte unmittelbar, vor dem Essen eingenommen werden und sollte laut der Studie mehrere Stunden wirken. Es ist also kein Notfallmedikament, sondern soll eher vorbeugend wirken.
Laut der Studie wurde 2021 ein Versuch mit diesem Arzneimittel bei Patienten mit diätisch gut eingestellter Zöliakie durchgeführt, um zu prüfen, inwiefern das Medikament die Schäden und Symptome durch die Aufnahme kleiner Mengen Gluten verhindern kann. Die Studienergebnisse waren sehr positiv. Bei allen Patienten, welche an der Studie teilgenommen haben, verbesserten sich die Veränderungen, der Dünndarmzotten sowie der Dünndarmentzündung, teilweise sogar bis zur Normalisierung der Schleimhaut. Jedoch ist die Studie noch nicht vollständig fertig. Ausserdem war der Start einer neuen weltweiten Phase 3-Studie für 2025 geplant. Jedoch ist auch die Phase 3-Studie noch nicht abgeschlossen.
- Warum sind glutenfreie Produkte teuer?
Wir haben die Inhaltstoffe von glutenhaltigen und glutenfreien Spaghetti auf der Internetseite von Barilla verglichen. In den glutenhaltigen Spaghetti sind nur 2 Zutaten enthalten; Hartweizengriess und Wasser. Die glutenfreien Spaghetti hingegen bestehen aus Mais, gelbem Mais und braunem Vollkornreis.
Bei den Pizzateigen von Buitoni sieht es ähnlich aus. Im gewöhnlichen Pizzateig findet man nur Weizenmehl und im glutenfreien Teig findet man verschiedene Mehlarten, sprich Stärken; Maisstärke, Reismehl, Erbsmehl, Pflanzliche Fasern (Kartoffel, Erbse, Reis, Lein), Hirsemehl, Vollkorn Leinmehl und Kartoffelprotein. (coop.ch 24.11.25). Schon anhand der Inhaltstoffe merkt man, dass die Herstellung von glutenfreien Lebensmitteln viel komplexer und aufwändiger ist als jene der glutenhaltigen Lebensmittel. Da mehr Inhaltsstoffe verwendet werden, steigen die Rohstoffkosten und gleichzeitig wird auch die Herstellung zeitaufwendiger.
Wie es auf der Website von Schär erklärt wird, sind Reis und Mais, häufig die Hauptbestandteile in glutenfreien Lebensmitteln, sie sind vergleichsmässig jedoch teurer als Weizen.Leider gibt es auch einen wirtschaftlichen Grund, weshalb glutenfreie Produkte teurer sind als gewöhnliche Lebensmittel. Der Preis eines glutenfreien Produkts hängt im Allgemeinen von Angebot und Nachfrage ab. Wenn man den glutenfreien Markt mit dem herkömmlichen, Getreideprodukte-Markt vergleicht, ist der Markt für glutenfreie Lebensmittel klein. Die hohenPreise lassen sich durch eine aufwendige Herstellung und strenge Qualitätskontrollen erklären. Laut Schär sind die strickten Qualitätssicherungssysteme dafür da, dass man eine hohe Produktsicherheit bei Lieferung, Produktion und Verpackung gewährleisten kann. Die Rohstoffe und die fertiggestellten Produkte müssen konstant auf ihren Glutengehalt und andere Allergene geprüft werden.
Wie schon im vorherigen Abschnitt erläutert, ist eine weitere Erklärung für die hohen Preise, die deutlich kleinere Zielgruppe. Aktuell wird die Zöliakie immer bekannter, trotz dessen sind es nur wenige Menschen, welche eine strikte Glutenfreie Diät einhalten müssen. In der Schweiz ist etwa 1 Person von 100 von Zöliakie betroffen. Mit etwa 9 Millionen Einwohner sind es schweizweit ungefähr 90 000 Menschen, die anZöliakie leiden. Es ist bekannt, dass grosse Firmen sich eher auf den Umsatz konzentrieren, und aufgrund der kleineren Zielgruppe verlieren die meisten Firmen das Interesse in den glutenfreien Markt zu investieren. Die kleinere Zielgruppe, eine aufwendige Herstellung, teurere Inhaltstoffe, die vielen verschiedenen Inhaltstoffe sind laut unserer Recherche Hauptgründe, weshalb glutenfreie Produkte so viel teuer sind.
- Welche Apps gibt es?
Heutzutage gibt es viele unterschiedliche Apps, welche Personen mit Zöliakie im Alltag unterstützen sollen. Obwohl sich die Apps in ihrer Art und Funktionsweise unterscheiden, verfolgen sie dasselbe Ziel: sie sollen den Alltag der Betroffenen leichter machen und ihnen mehr Sicherheit beim Einkaufen, Kochen und Essen geben. Gerade weil Gluten oft in Produkten steckt, in denen man es nicht erwartet, helfen solche Apps dabei, Unsicherheiten zu reduzieren und herauszufinden, wo Gluten enthalten ist und wo nicht.
Besonders beliebt und verbreitet sind derzeit die Scanner-Apps. Hier können mit Hilfe der Handy-Kamera die Barcodes der entsprechenden Lebensmittel eingescannt oder manuell eingegeben werden. Die App gibt innerhalb Sekunden Auskunft, ob das gescannte Lebensmittel Gluten enthält oder nicht. Diese Art von Apps hilft vor allem beim Einkaufen, da einige beim Lesen der Zutatenliste oftmals an ihre Grenzen stossen. Insbesondere weil Gluten nicht selten in Zusatzstoffen der Lebensmittel versteckt ist. Ein bekanntes Beispiel einer App ist der «GF-Scanner».
Es existieren aber auch Apps, welche auf Standortdaten basieren und den Betroffenen passende Essensmöglichkeiten, wie Restaurants, Hotels oder Cafés in der Umgebung anzeigen. Gewisse dieser Apps haben ein integriertes Navigationssystem welches direkt den Weg zum gewählten Ziel anzeigt. Dies erleichtert das spontane Essen gehen. Besonders in einer neuen Stadt oder einem fremden Land.
Die «Find me Gluten Free» App zählt zu den Favoriten. Ausserdem gibt es Reise-Apps welche gezielt glutenfreie Ferienziele empfehlen. Ziel hierbei ist, das Erleichtern der Reiseplanung für die Betroffenen, ohne dass sie sich Sorgen machen müssen, wo sie Essen gehen können. Ergänzend zu dieser Funktion, gibt es Apps, welche ein integriertes Übersetzungs-System haben. Mit diesem lässt sich eine Bitte an das Küchenpersonal in verschiedene Sprachen übersetzen. Dies erleichtert das Bestellen von glutenfreien Mahlzeiten im Ausland. Die «DZG-APP» verfügt über ein Übersetzungsprogramm, welches mit vielen Sprachen ausgestattet ist.
Des Weiteren gibt es noch Apps, welche eine grosse Auswahl an glutenfreien Rezepten anbieten und es erleichtern glutenfrei zu Kochen. Sie dienen nicht nur als Inspiration, sondern sie unterstützen Betroffene auch dabei, abwechslungsreiche und ausgewogene Mahlzeiten zuzubereiten. Viele dieser Apps enthalten Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Nährwertangaben. Ausserdem bieten viele Apps an, Rezepte zu speichern oder Einkaufslisten zu erstellen. Dadurch wird die Planung der Mahlzeiten einfacher und Betroffene wissen, dass sie glutenfreie Nahrungsmittel zu sich nehmen. Besonders für Personen, welche erst kürzlich auf eine glutenfreie Ernährung umgestiegen sind, sind solche Apps eine wertvolle Unterstützung und Orientierung. Auf der App «Gluten Snap» findet man viele leckere Rezepte.
- Wie zuverlässig sind Apps?
Laut National Celiac Association (nca) sind die Apps eine Unterstützung im Alltag und kein Ersatz für das sorgfältige Lesen der Zutatenliste. Betroffenen wird ans Herz gelegt, das richtige Lesen der Zutatenliste zu erlernen und regelmässig zu üben. Denn auch die Beste App kann keine hundertprozentige Garantie geben.
Besonders bei den Scanner-Apps können schnell Fehler unterlaufen, da nicht immer alle Lebensmittel in der Datenbank erfasst sind und somit keine verlässliche Auskunft zu dem Produkt gegeben werden kann. Auch zu beachten ist, dass manche Apps noch veraltete Informationen anzeigen oder bestimmte Zusatzstoffe nicht korrekt erkennen. Darüber hinaus kann es jederzeit vorkommen, dass Hersteller die Inhaltsstoffe oder die Zusammensetzung ihrer Produkte ändern. Diese Änderungen werden allerdings nicht von jeder App sofort erfasst, sodass es zu einer Verwechslung zwischen den alten und neuen Produkten kommen kann.
Wichtig ist daher, die Apps regelmässig zu aktualisieren und sich nicht nur auf die Angaben der App zu verlassen. Im Zweifelsfall sollte der Hersteller direkt kontaktiert werden. Dies sollte am besten telefonisch oder per E-Mail gemacht werden, um direkt eine zu verlässliche Antwort zu erhalten.
Wir haben den «GF-Scanner» getestet, und mussten leider feststellen, dass nicht selten eine Fehlermeldung aufgetreten ist. Entweder fand die App das Produkt
nicht in der Datenbank oder man musste den Rest der Zutaten noch manuell in die App eintragen.
- Gibt es eine Kennzeichnungspflicht?
Laut Rosenfluh.ch, der Verordnung des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) über die Kennzeichnung und Anpreisung von Lebensmitteln und nach den in allen EU-Staaten gültigen Richtlinien «2003/89/EG» müssen in der Schweiz sowie der EU alle Lebensmittel klar angeben, welche allergenen Zutaten sie enthalten. Glutenhaltige Getreide wie Weizen, Roggen und / oder Gerste müssen immer aufgeführt werden und auf der Zutatenliste immer fett gedruckt sein. In der Schweiz gibt es zusätzlich eine Pflicht, unbeabsichtigte Vermischungen zu kennzeichnen. Diese Regel ist im LKV vermerkt.
Da diese Regel nur in der Schweiz und nicht in der EU gilt, dürfen Produkte aus der EU in der Schweiz nur verkauft werden, wenn die Zutatenliste angepasst wurde.
- Was versteht man unter "unbeabsichtiger Vermischung"?
Von einer unbeabsichtigten Vermischung spricht man, wenn der Glutengehalt eines verzehrfertigen Lebensmittels über 200mg pro Kilo liegt oder liegen könnte. Sollte ein Produkt mehr als 20mg Gluten pro 100mg enthalten, muss dies auf der Zutatenliste mit «Kann Spuren von Gluten enthalten» klar gekennzeichnet werden. Eine unbeabsichtigte Vermischung entsteht, wenn in einem Betrieb sowohl glutenhaltige als auch glutenfreie Lebensmittel hergestellt oder gelagert werden. Somit kann es zu Verunreinigungen / Kontaminationen kommen.
- Zahlt die Krankenkasse etwas an die Mehrkosten?
Nein, die obligatorische Krankenversicherung übernimmt nur Diätmittel und Medikamente aus der Apotheke und zahlt somit die Mehrkosten für die teureren Nahrungsmittel nicht. Dies kann unter anderem besonders bei Kindern schwere gesundheitliche Folgen haben, denn die einzige «Therapiemöglichkeit» ist die strikte glutenfreie Ernährung. Sollten die Betroffenen dies nicht einhalten (können), kann dies den Darm stark schädigen, Wachstumsstörungen und / oder Mangelerscheinungen auslösen. Darüber hinaus erhöht eine Vernachlässigung der Diät ein Risiko für Folgeerkrankungen, da der Körper die nötigen Nährstoffe und Vitamine nicht mehr ausreichend aufnehmen kann. Gerade im Kindes- undJugendalter sind diese Nährstoffe wichtig, um sich vollständig entwickeln zu können.
Um die Mehrkosten zumindest ein Stückweit auszugleichen, können bei der Steuererklärung gewisse Abzüge geltend gemacht werden. Allerdings unterscheidet sich die Regelung dieser Abzüge von Kanton zu Kanton. In den Kantonen Freiburg, Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich gibt es zum Beispiel einen Pauschalabzug von 2500 Franken. Im Kanton Freiburg ist es ausserdem notwendig, ein gültiges Arztzeugnis vorzulegen, um die Steuerabzüge überhaupt geltend machen zu können. Betroffene sollten sich deshalb gut Informieren, welche Voraussetzungen in ihrem Kanton gelten.
Zöliakie-Guide
Zoliakien-Guide-komplett-Elodie-Humair_2026.pdf