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Zöliakie


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Verfasser: Elodie Humair

Lesezeit: X min




Die nachfolgenden Antworten auf häufige Fragen zum Thema Zöliakie hat Elodie im Rahmen ihrer Ausbildung zur Fachfrau Apotheke sauber und fundiert recherchiert. Seit ihrer frühen Kindheit selbst an Zöliakie erkrankt, teilt Elodie ihre Erfahrungen 

Was ist Zöliakie und was ist überhaupt Gluten?

Laut dem Careum ist Zöliakie eine Autoimmunerkrankung, welche durch eine Überempfindlichkeit gegenüber Gluten ausgelöst wird. Gluten ist das Klebereiweiss, welches sich in verschieden Getreidearten wie zum Beispiel Weizen, Roggen, Dinkel befindet. Wenn eine Person, welche unter Zöliakie leidet, weiterhin glutenhaltige Nahrung isst, kommt es zu einer chronisch-entzündlichen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut. Dies hat zu Folge, dass sich vor allem die Dünndarmzotten verändern. Das wiederum kann zu Resorptionsstörungen bis hin zu Mangelzustände führen.

Wie wird Zöliakie diagnostiziert und in welchem Alter wird sie meistens diagnostiziert?

Zöliakie ist familiär bedingt, also somit vererbbar. Wenn jemand in der Familie betroffen ist, wird oft auch der Rest der Familie getestet. Es kommt häufig vor, dass man zu einem späteren Zeitpunkt diagnostiziert wird. Die Diagnose erfolgt mit Hilfe einer Blutentnahme. Im Blut werden laut AHA.ch die Gewebetransglutaminase-IgA-Antikörper sowie die Endomysium-IgA Antikörper und das Gesamt Immunglobulin A untersucht. Jedoch muss man öfters eine Magenspiegelung machen, um den inneren Zustand des Dünndarms zu überwachen. Dabei werden Gewebeproben entnommen um mögliche Veränderungen wie den Abbau von Dünndarm- zotten festzustellen.

Gibt es eine Behandlung gegen die Zöliakie?

Aktuell gibt es keine Therapie. Die Betroffenen müssen lebenslang auf glutenhaltige Nahrungsmittel verzichten. Strikt zu meiden sind unter anderem Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Kamut, Grünkern, Emmer, Triticale, Einkorn und alle daraus hergestellten Lebensmittel (z.B. Brot, Gebäck, Teigwaren, Mehlsaucen, etc.). Es gibt glutenfreien Hafer, das heisst, er ist nicht mit Weizen, Roggen, Gerste oder Dinkel verunreinigt und darf deshalb von den meisten Betroffenen in kleinen Mengen gegessen werden. Jedoch gibt es Betroffene, welche den glutenfreie Hafer auch nicht vertragen und die Blutwerte können in manchen Fällen positiv sein, obwohl eine strikte Glutenfreie Diät eingehalten wurde. Am Anfang ist es für Betroffene oft sehr schwierig alles im Griff zu haben und alles auswendig zu können. Besonders in der Anfangszeit wissen sie nicht, was man essen darf und was nicht. Eine hilfreiche Möglichkeit könnte ein/e ErnährungsberaterIn sein. Somit werden den Betroffenen alle hilfreichen Informationen mit auf den Weg gegeben. Aktuell gibt es weltweit verschiedene Forschungen, um ein Medikament gegen Zöliakie zu entwickeln. Wir haben eine dieser Forschungen näher angeschaut und dazu viel recherchiert. Seit 2011 forschte Univ.-Prof. Dr. Dr. Detlef Schupann,
Direktor des Instituts für Translationale Immunologie der Universitätsmedizin Mainz, mit seinem Team in Zusammenarbeit mit Zedira, Darmstadt und Falk Pharma, Freiburg, an einem medikamentösen Wirkstoff zur Behandlung der Zöliakie. Das Medikament, an welchem sie schon seit 2011 forschen, lautet; Transglutaminase 2 Inhibitor ZED1227. Der Wirkmechanismus von diesem Medikament ist folgender; Dieses Arzneimittel soll das Enzym Transglutaminase 2 blockieren und somit wird verhindert, dass das veränderte Gluten das Immunsystem aktiviert. Somit wird bei den Betroffenen die Entzündung in der Darmschleimhaut und die gesamte immunologische Reaktion gehemmt. Dieses Medikament soll / wird aber keinesfalls eine Glutenfreie Diät ersetzen, sondern die Betroffene vor
Symptomen wie zum Beispiel einer Schädigung des Darms oder Durchfall schützen. Es soll vor allem einen Alltag mit weniger Sorgen gewährleisten. PatientInnen sollen sorgenlos auswärts, essen können, ohne Angst haben zu müssen, Symptome aufgrund einer ungewollten Kontamination zu erleiden. Dieses Medikament sollte unmittelbar, vor dem Essen eingenommen werden und sollte laut der Studie mehrere Stunden wirken. Es ist also kein Notfallmedikament, sondern soll eher vorbeugend wirken. Laut der Studie wurde 2021 ein Versuch mit diesem Arzneimittel bei Patienten mit diätisch gut eingestellter Zöliakie durchgeführt, um zu prüfen, inwiefern das Medikament die Schäden und Symptome durch die Aufnahme kleiner Mengen Gluten verhindern kann. Die Studienergebnisse waren sehr positiv.
Bei allen Patienten, welche an der Studie teilgenommen haben, verbesserten sich die Veränderungen, der Dünndarmzotten sowie der Dünndarmentzündung, teilweise sogar bis zur Normalisierung der Schleimhaut. Jedoch ist die Studie noch nicht vollständig fertig. Ausserdem war der Start einer neuen weltweiten Phase 3-Studie für 2025 geplant. Jedoch ist auch die Phase 3-Studie noch nicht abgeschlossen.



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